Chanukkiot-Wettbewerb

Chanukkiot-Wettbewerb

18.12.2017 at 6:58 pm
 

Es ist eigentlich ganz klar, wie eine Chanukkia aussehen soll: acht Kerzen mit gleicher Höhe und gleichem Abstand zu einander und die Dienerkerze. Um das Wunder zu verbreiten, soll diese Chanukkia dann ins Fenster oder an die Tür gestellt werden.

Und doch sind unzählige Variationen denkbar, wie eine Chanukkia aussehen kann. Der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt. Das wurde beim Chanukkiot-Wettbewerb mehr als deutlich, den Frau Kahanovsky an der Lauderschule organisiert hat.

Die Resonanz war riesig – es sind unglaublich viele, schöne und bemerkenswerte Ergebnisse eingereicht worden. Alle waren auf Ihre Weise besonders, weshalb die Prämierung alles andere als einfach war. Über die angekündigten Publikums- und Jurypreise hinaus wurde daher noch eine Kategorie von Sonderpreisen eingeführt. Diese gewannen Chana Savage und Ruthy Dray mit einer Chanukkia, die aussieht wie eine Federtasche, aus der einzelne Stifte als Kerzen emporragen. Die Idee dahinter: Jeder Stift ist einzigartig, wie auch jeder Schüler und jede Schülerin an der Schule. Diesen Diversitäts-Gedanken greift auch die Chanukkia von Reut Zaloshinsky auf, die ebenfalls mit einem Sonderpreis ausgezeichnet wurde. Sie zeigt Fotos von allen Kindern der sechsten Klasse und ihrer Klassenlehrerin Frau Kahanovsky.

Auch hier ist der Gedanke dahinter besonders schön: „Jeder ist ein kleines Licht, doch zusammen sind wir stark“, steht über den Fotos und zeigt, wie wichtig Zusammenhalt für eine Gruppe ist. Der dritte Sonderpreis ging an Tamar Biton, die eine historische Perspektive eröffnete und der Situation der Juden während der Shoa die heutige Situation entgegensetzt. Ein Foto der Schule mit ihren Schülerinnen und Schülern weist in eine bessere Zukunft.

Einer der Publikumspreise, über die die Kinder und Jugendlichen entscheiden durften, ging an Esther und Sarah Galkin, deren Chanukkia mit silbrig glitzernden Glaskugeln geschmückt war, was den Kindern sehr gut gefiel. Weitere Publikumspreise gingen an Noa Becher und ihre Chanukkia in Form einer Torah-Rolle, die aussieht, als wäre sie an zwei Pringles-Rollen aufgewickelt, und an David Orlowskis Lego-Chanukkia.
Die Jurypreise gingen an Judith Noy, die ebenfalls eine Lego-Channukia gezaubert hat, Selma und Nechama Spinner und ihre Lippenstiftkreation sowie an Avivjah Golzmann, deren Chanukkia einem Fenster nachempfunden ist.

Eigentlich waren aber alle Chanukkiot Gewinner. Genauso, wie Chanas und Ruthys Stifte die Vielfalt der Schülerinnen und Schüler repräsentieren, tun dies auch die einzelnen Chanukkiot. Sicher standen sie dann die restlichen Chanukkatage leuchtend in den Fenstern und kündeten vom Ölwunder.