Die Italienreise

Die Italienreise

13.4.2018 at 12:05 pm
 

Unsere Italienreise betrug insgesamt drei Tage, bzw. zwei Nächte und angefangen hat sie so: Um 4:15 Uhr trafen wir, also Her Barthel, Rav Bar On, Benni, Schimon, Yair, Mendy und meine Wenigkeit, Iki, uns vor der Schule und warteten darauf, dass Schimons Vater mit dem Bus kommt. Während wir Yair damit ärgerten, dass er Tee in einem Cafe-to-Go-Becher hatte. Nach dem zweistündigen Flug kamen wir erschöpft in unserer Wohnung an.


Ausruhen konnten wir uns aber nicht lange, denn auf uns wartete schon Alfi, der Direktor der römischen Lauder-Schule, der uns zum Jüdischen Museum bringen wollte. Doch erst aßen wir Pizza. Unser lieber Schimon hatte irgendwie die ganze Reise lang den Drang, sein Essen zu fotografieren und WiFi zu suchen, was wir alle sehr witzig fanden. Jedenfalls, nachdem wir die Pizza fertig gegessen und noch Gelato genossen hatten, wurden wir weiter zum Museum geführt. Dort wartete schon die nächste Person auf uns, und zwar eine nette Dame, die früher einmal in Deutschland gelebt hatte. Sie konnte uns einen guten Überblick über die jüdische Geschichte in Rom, das Jüdische Museum und die Große Synagoge geben. In dem Museum gab es viel Interessantes, wie Schmuck für die Torarolle und Geschichten über den Holocaust. […] Die Synagoge war den Sitzraum betreffend durchschnittlich groß, aber die Decke ist sehr hoch. Die Wände und die Fenster bestehen aus bunten Bildern. Nachdem die Führung beendet war, wartete Alfi schon auf uns und führte und durch das jüdische Viertel und die alten Ruinen von früher.

Dann ging es wieder in die Wohnung. Dort habe ich festgestellt, dass Yair, der mit mir und Schimon in einem Zimmer schlief, es anscheinend sehr genau mit der Ordnung hält, was sich nicht sehr gut mit meiner Faulheit verträgt. Am Ende jedoch brachte er Schimon und mich tatsächlich dazu, unsere Kleidung ordentlich in die Schränke zu legen. Dann lernten wir 20 Minuten mit Rav BarOn Gmara, woraufhin wir in die Synagoge gingen und das Abendgebet (Mincha und Arvit) beteten. Dann aßen wir etwas. Ihr müsst aber eines wissen: In Italien gibt es an bestimmten Orten Brunnen und in der Nähe des Restaurants, in dem wir aßen, gab es auch so einen. Jedenfalls waren wir dann damit beschäftigt, uns gegenseitig mit Wasser zu bespritzen, was sehr Spaß gemacht hat. Dann gingen wir schlafen und der erste Tag war zu Ende.

Am nächsten Morgen gingen wir in die Lauder-Schul-Synagoge beten. Dann nahmen wir an einer Unterrichtsstunde teil, in der es darum ging, dass die Schüler aus der Klasse Filme zu einer Holocaust-Überlebenden präsentierten. Dann gingen wir zu einer Multimedia Show, in der die Jahrtausende alte Architektur-, Kunst- und Städtebau-Geschichte der Stadt Rom eindrucksvoll erlebbar gemacht wurde. Zu Mittag gab es natürlich wieder Pizza, wie gehabt. Daraufhin fuhren wir zum Kolosseum und besichtigten es. Wir sind auch auf die Mauer des Kolosseums geklettert, was Herrn Barthel gar nicht gefallen hat. Das ist ja auch verständlich, aber wir sind eben etwas verrückt. Dann ging es weiter zum Forum Romanum, wo wir eine wunderbare Aussicht über die antike Stadt hatten. Dort steht auch der Titusbogen. Er ist aus jüdischer Perspektive besonders interessant, weil man darauf die Römer sieht, die die Menora aus dem Bet HaMikdasch gestohlen haben. Es gibt dort aber auch einern dieser Trinkbrunnen, an dem wir uns eine schöne Wasserschlacht geliefert haben. Ganz erschöpft wollte ich anschließend noch einen Schluck Wasser daraus nehmen und vertraute darauf, dass die Gruppe schon auf mich wartet und habe ganz verpasst, wie sie weitergegangen sind und sich in den Büschen versteckt haben, um mich zu erschrecken. Natürlich erschreckte ich mich nicht. Okay, das ist gelogen.
Auf dem Heimweg haben wir noch den Trevi-Brunnen besichtigt und natürlich auch ein paar Münzen hineingeworfen. Wir kommen also wieder! Dann gingen wir beten, aßen etwas und auch der zweite Tag war beendet.
Am dritten Tag gingen wir noch in einen Kletterpark. Nach einem letzten Spaziergang durch das historische Zentrum, einer letzten Pizza und einem letzten Gelato ging es dann zurück zum Flughafen und nach Berlin.
Arrivederci Roma!

(von Ikarjahu Golzmann)