Einschulung

Einschulung

8.9.2017 at 12:21 am
 

Wenn das der Ernst des Lebens ist, dann können sich die i-Dötzchen, die am vergangenen Freitag ihre Einschulungsfeier an der Lauder Beth-Zion Schule hatten, ja auf ein buntes Leben voller Gesang, Geschenke und guter Worte freuen. Mit großer Neugier und Aufregung wurden die ABC-Schützen nämlich von den älteren Schülerinnen und Schülern, den Familien und den Lehrerinnen und Lehrern begrüßt, als sie ihren ersten großen Auftritt in der Aula der LBZ hatten.

Zum Glück hatten alle Kleinen einen Paten an ihrer Seite, also Kinder aus den oberen Klassen, an deren Hand die Aufregung schnell verflog. Eigentlich war am Freitag auch gar nicht der allererste Schultag. Schon seit Montag richten sich die Schulanfänger gemeinsam mit ihrer Klassenlehrerin Frau Schlüter und den anderen Lehrerinnen und Lehrern in ihrem Klassenraum ein – ein Raum übrigens, der extra für diese neue Klasse geschaffen wurde. Da die neue Erste mit 16 Schülerinnen und Schülern so groß ist, wurde im Sommer sogar eine Wand eingerissen, um aus zwei Klassenräumen einen zu machen.

Der erste Staub hat sich aber schon gelegt, die Fächer sind eingerichtet und die Bleistifte gespitzt. Und jetzt kann’s richtig losgehen. Die alten Hasen aus der zweiten, dritten und vierten Klasse hatten ein paar Willkommensüberraschungen auf Lager: Zusammen mit dem Musiklehrer, Herrn Juraschewski, sangen sie Lieder auf Deutsch und Hebräisch und ließen keinen Zweifel daran, dass die erste Klasse »zu uns« gehört. Sogar ein Theaterstück haben sie einstudiert und aufgeführt! Aber nicht nur die Schülerinnen und Schüler, auch Schulleitung hieß die Erstis herzlich willkommen, und zwar mit einem Wunderbaum in der Aula, der seit heute wieder neue Knospen trägt. Und genau wie diese Knospen in den nächsten Jahren aufgehen und gedeihen, so werden sich auch Sara, Michael, Mina, Samuel, Shira, Shimi, Tamar, Arieh, Tehilla, Samuel,Yadid, Leibi, Elasar, Jakov, Efraim und Shneor entwickeln, lesen und rechnen lernen, singen, tanzen, malen, spielen und immer größer und reifer werden.

Danach ging es dann ab in die allererste richtig offizielle Stunde als ordentliche Schülerinnen und Schüler der LBZ. Mit Zuckertüten, Leseboxen und Sonnenblumen beschenkt und mit dem Wissen, dass Mama und Papa auch noch irgendwo in der Schule sind, zogen die Erstklässler aus der Aula in ihre super neue Klasse und verdauten diese spannenden Erlebnisse unter sich. Der Anfang ist jetzt gemacht, der Grundstein liegt. Liebe Erstklässler, alles Liebe und viel Spaß und Erfolg auf der LBZ. Es ist wunderbar, dass Ihr da seid!

EINDRÜCKE

Frau Fabian, selbst Lehrerin an der LBZ, ist Mutter von Shira, die am Freitag eingeschult wurde. Sie hat uns ein paar Fragen beantwortet.

Warum haben Sie sich für die Lauder Beth-Zion Schule entschieden?

Das war für mich keine schwierige Entscheidung. Meine beiden größeren Kinder sind auch schon hier. Die LBZ ist für mich und meinen Mann einfach die perfekte Verbindung aus jüdischen und weltlichen Inhalten, wobei ein Bestreben besteht, beides auf hohem Niveau anzubieten. Das ist uns wichtig.

Haben Sie einen Tipp für die erste Klasse?

Einen Tipp habe ich eigentlich nicht. Aber ich bin gespannt, was ich alles von den Kindern lernen kann. Das wird sicher aufregend und ich freue mich schon sehr darauf.

Frau Rubin arbeitet als Kinderpsychologin an der LBZ. Ihr Enkel Samuel hatte am Freitag ebenfalls seinen ersten Schultag. Sie hat uns ihre Eindrücke geschildert.

Frau Rubin, wie wirkt Ihr Enkel heute auf sie?

Ich glaube, er ist aufgeregt und etwas ängstlich, wie alle Kinder heute. Aber es ist sicher beruhigend für ihn, dass er seine Mitschülerinnen und Mitschüler schon aus der Kita kennt. So ist nicht alles ganz neu und ungewohnt. Und auf Mathe freut er sich sogar schon richtig.

Können Sie sich noch an Ihren ersten Schultag erinnern?

Ich kann mich jedenfalls nicht daran erinnern, dass es eine große Einschulungsfeier mit Schultüten und allem Drum und Dran gegeben hätte. Das liegt wahrscheinlich daran, dass es solche Willkommensrituale zu meiner Zeit einfach noch nicht gab. Das ist erst später entstanden. Ich erinnere mich aber, dass ich für die Erwachsenen sicher ein schreckliches Schulkind war. (lacht)

Gibt es etwas, was sie der ersten Klasse wünschen?

Ja, das gibt es. Ich hoffe, dass sie viel Erfolg beim Lernen haben. Und sie sollen immer mit Spaß und Freude dabei sein. Das ist wichtig. Schule sollte doch nicht immer so viel Stress bedeuten!

 

AUFGESCHNAPPT

»Ich hoffe, dass mein Kind die Schule lieben wird!«

»Ich wünsche mir, dass mein Kind neugierig bleibt. In der Schule bekommt man viele Antworten. Aber ich hoffe, dass die Kinder nicht nur mit Antworten, sondern auch mit neuen Fragen nach Hause kommen!«

»Es ist toll, dass die großen Kinder etwas für uns singen. Aber ich kann auch schon ganz viele Lieder singen. Das möchte ich ihnen gerne zeigen!«