Lag BaOmer ins jüdische Viertel Hamburgs

Lag BaOmer ins jüdische Viertel Hamburgs

26.5.2016 at 4:00 pm
 

Unsere sechsten bis neunten Klassen verbrachten im Mai einen ganzen Tag im schönen Hamburg. Nach einem kräftigenden Frühstück in der Joseph-Carlebach Stadtteilschule sind sie in die Historie des alten jüdischen Viertels eingetaucht und haben den Jüdischen Friedhof Altona besucht. Auch den schönen Hamburger Hafen und den beeindruckenden Elbtunnel haben unsere Großen kennengelernt. Wie der Tag für die Schüler war? Lesen Sie Ruths Bericht aus der 6. Klasse!

 

Unser Lag BaOmer-Ausflug nach Hamburg

Unser Lag B’Omer hat in Hamburg stattgefunden. Die 6. bis 9. Klassen haben am Ausflug teilgenommen. Wir sind um 8.30 Uhr nach einer zweistündigen Reise angekommen. Unsere Lehrerinnen und Rav Bar On haben uns durch Hamburg geführt. Gleich am Hauptbahnhof erzählte uns unsere Lehrerin, dass der Bahnhof sehr alt ist – es gibt ihn schon seit 1906. Wir fuhren mit dem Bus vom Hauptbahnhof zum Grindelviertel, dem alten und neuen jüdischen Viertel, und dort zur jüdischen Schule, die nach dem letzten vor dem Krieg amtierenden Rabbiner Joseph Carlebach benannt wurde. Die Schule hatte uns ein sehr nettes Frühstück vorbereitet und uns die Möglichkeit gegeben, die Brote für den weiteren Tag vorzubereiten.

Wir haben von einer früheren Mitarbeiterin der jüdischen Gemeinde gehört, wie das Leben in Hamburg früher war. Zwei Schülerinnen, Ruthy und Selma, haben einen Vortrag über Rav Josef Carlebach gehalten. Wir standen auf dem ehemaligen Fundament der früheren Synagoge, die Platz für 1700 Menschen bot, was man sich jedoch bei der Größe der Synagoge nicht vorstellen konnte. Nach einer großen, anstrengenden, aber interessanten Führung haben wir am Hamburger Hafen eine Pause gemacht und dort gegessen. Nach dem Essen hatten wir noch zwei sehr interessante Stationen: Zum einen war es der alte Elbtunnel direkt neben den Landungsbrücken – ein Tunnel, der unter der Elbe durchführt und wo die Autos nicht wie “normal” runterfahren, sondern mit einem Fahrstuhl für Autos. Es war sehr aufregend zu verstehen, dass dieser Tunnel 1911 eröffnet wurde und dass über uns die Elbe ist.

Die andere Station war der alte jüdische Friedhof in der Königsstraße in Hamburg Altona. Auf diesem Friedhof liegen Rav Eibeschütz und Rav Emden begraben, die einzeln sehr interessant und wichtig sind, jedoch auch eine sehr explosive Verbindung hatten. Danach hatten wir Freizeit! Wir durften in Hamburg (an bestimmten Plätzen) rumlaufen und machen, was wir wollen. Abends waren wir wieder zurück zu Hause und sind erschöpft ins Bett gefallen.

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